Militäroperation „Schutzschild Euphrat“
Syrien: Sibel Öztürk – der „Erste-Hilfe-Engel“ von Dscharablus

Gaziantep (nex) – Der „Erste-Hilfe-Engel“ von Dscharablus in Syrien, eine türkische Rettungssanitäterin, tritt den Schrecken des Krieges zum Trotz täglich einen Wettlauf mit der Zeit an, um Leben zu retten und den Menschen in Syrien medizinische Versorgung zukommen zu lassen. Seit etwa zwei Wochen arbeitet Sibel Öztürk in Dscharablus. Wenn auch die Stadt in Nordsyrien im Zuge der türkischen Militäroperation Schutzschild Euphrat von den IS (Daesh)-Terroristen befreit worden ist, gehen die Kämpfe in den umliegenden Gebieten dennoch weiter, und die Verletzten werden zur Behandlung nach Dscharablus gebracht. Öztürk, die auch ehrenamtlich beim Nationalen Rettungssanitäterteam der Türkei aktiv ist, verbringt die meiste Zeit im Krankenhaus und auf der Straße. Öztürk eilt in Höchstgeschwindigkeit zu den Verletzten, um sie in das mit der Unterstützung der Türkei errichtete Krankenhaus in Dscharablus zu bringen. Die 30-Jährige erzählt der Nachrichtenagentur Anadolu, dass sie vor Dscharablus in einer Notfallzentrale in der südosttürkischen Provinz gearbeitet habe. Zunächst habe ihr der neue Job Angst gemacht. „Aber jetzt habe ich mich daran gewöhnt, in diesem Gebiet zu leben und liebe meine Arbeit“, sagt sie und fügt hinzu: „Als ich zum ersten Mal hier war und den Fuß auf die Straßen von Dscharablus setzte, war ich in Sorge. Aber jetzt kann ich mit Leichtigkeit einen Rettungswagen fahren und meiner Arbeit nachgehen.“ Der Job sei hart, gesteht sie. „Aber unsere Aufgabe besteht darin, Leben zu retten, und wir arbeiten in dem Bewusstsein, dass wir diese Aufgabe unter allen Umständen erledigen müssen.“ Öztürk sagt, sie erlebe jeden Tag ein anderes erschütterndes Ereignis. „Anfangs war es hart für mich, abgetrennte Arme und Beine, die Tränen der Kinder, die ihren Vater verloren haben, zu sehen“, so Öztürk weiter. „Aber unsere Gefühle sollten die Art und Weise, wie wir unseren Job erledigen, nicht beeinflussen“, fordert sie. „Ich kann auch, wenn es sein muss, einen Rettungswagen fahren, da ich den entsprechenden Kurs absolviert habe. Unsere Pflichten bei der Arbeit helfen uns, unsere Gefühle unter Kontrolle zu halten und schnell zu arbeiten“, fährt sie fort und fügt hinzu, dass sie sich sicher fühle, auch wenn sie in einem Kriegsgebiet arbeite. Die Türkei startete die Militäroperation Schutzschild Euphrat am 24. August mit dem Ziel der Verbesserung der Sicherheitslage, Unterstützung der Koalitionskräfte und Eliminierung der Terrorbedrohung – insbesondere durch den IS (Daesh) – entlang der türkischen Grenze, bei der mit Panzern, Artillerie und Kampfjets der Türkei unterstützte Kämpfer der Freien Syrischen Armee (FSA) zum Einsatz kamen.

Türkei
Über 3.000 Jahre alt: Türkische Archäologen entdecken weltälteste Schiffswerft

Eine riesige Werftanlage, vermutlich die älteste der Welt, wurde auf der Insel Dana im Distrikt Silifke der südtürkischen Provinz Mersin entdeckt. Wie die englischsprachige Tageszeitung Hurriyet Daily News berichtet, gehen Experten davon aus, dass die Schiffswerft mit ihren rund 270 Hellingen Licht in das 400-jährige „Dunkle Zeitalter“ (12.-8. Jh. v. Chr.) des Mittelmeerraums bringen könnte. „Das ist einzigartig auf der Welt“, erklärte Hakan Öniz, der Leiter des Instituts für Archäologie der Selcuk Universität in Silifke, und fügte hinzu: „Dies ist die archäologisch nachweisbar größte Schiffswerft der Welt.“ Öniz beschrieb, wie sie sich 2015 mit den Unterwasserarbeiten an der Küste von Mersin auf die Suche nach Artefakten machten und die Tauchverbotszonen, vor allem in Silifke, überprüften. Dabei hätten die Forscher festgestellt, dass es auch archäologische Wracks in der Gegend gab. „Aber das Aufregendste an der ganzen Sache war für uns ein Eisensporn, den wir in 35 Meter Tiefe gefunden hatten und der in der Antike auf Kriegsschiffen als Waffe zum Einsatz kam“, fuhr er fort. Ein solcher Eisensporn sei weltweit zum ersten Mal entdeckt worden, betonte er. So seien sie überrascht gewesen, als sie im vergangenen Jahr Dutzende Hellinge im nördlichen Teil der Insel entdeckt hätten, so der Archäologe weiter. Die Untersuchung der Funde zur Bestimmung des genauen Alters dauerten noch an. „Während der Arbeiten in diesem Jahr gruben wir auch eine Riesenwerft aus, auf der 274 Schiffe gleichzeitig gebaut werden konnten“, erzählte Öniz. „Das ist einzigartig auf der Welt. Wir sind noch dabei, das Alter zu bestimmen. Es ist aber höchstwahrscheinlich die älteste Schiffswerft der Welt. Wir vermuten, dass sie etwa 1.200 v. Chr., in der späten Bronzezeit also, genutzt wurde.“

„Wir sind Kinder, keine Terroristen“
Syrien: 7-Jährige twittert über Bombardierung Aleppos durch Russland

„Hallo, Welt, dies könnten unsere letzten Twitter-Tage sein, da Russland gerade die massivste Bombardierung Aleppos durchführt“ Dortmund (nex) – Die siebenjährige Bana Alabed hat mit ihren bewegenden Botschaften aus dem bombardierten Aleppo innerhalb eines Monats Tausende Follower auf Twitter erreicht. „Wir sind Kinder, keine Terroristen“, sagt Bana, die im Distrikt Tariq al-Bab des Gouvernements Aleppo lebt, der Nachrichtenagentur Anadolu und fügt hinzu: „Wir wollen in Frieden leben.“ Bana hat ihren Account @alabedbana im September eingerichtet und erreicht seitdem mittlerweile 75.000 Follower. Das zierliche dunkelhaarige Mädchen twittert auf Englisch, teilt Fotos von ihrem Viertel oder postet Videos, in denen sie ihre Follower direkt anspricht. Mit der Unterstützung ihrer Mutter, die Englischlehrerin ist, gibt Bana aktuelle Meldungen über die Bombardierungen durch, die große Teile ihrer Stadt verwüstet und viele Zivilisten das Leben gekostet haben.
(Foto: AA)
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Sie teilt auch Videos und Fotos von sich und ihrem Bruder, wie sie gerade etwas schreiben oder lesen, um sich von den Luftschlägen abzulenken. Bana hat sich auch per Tweets direkt an US-Präsident Barack Obama und die britische Premierministerin Theresa May mit der Bitte um Hilfe gewandt. Sie erklärt gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu, dass sie den Twitter-Account eingerichtet habe, um der Welt zu zeigen, wie syrische Kinder getötet würden und um die Aufmerksamkeit der Welt auf den täglichen Kampf, mit dem sie konfrontiert sind, zu lenken. Syrien befindet sich seit Anfang 2011, als Baschar al-Assads Regime Demonstrationen für Demokratie mit unerwarteter Brutalität niederschlug, in einem grausamen Bürgerkrieg. Seitdem wurden nach Angaben der UNO mehr als 250.000 Menschen getötet und über 10 Millionen vertrieben. Die Nichtregierungsorganisation Syrisches Zentrum für Politische Forschung hingegen geht sogar von 470.000 Toten seit Ausbruch des Krieges vor fünf Jahren aus. Wegen des Konflikts in dem Land, der UN-Angaben zufolge in die längste Flüchtlingskrise dieses Vierteljahrhunderts ausgeartet ist, wurden mehr als vier Millionen Menschen, also ein Sechstel der Landesbevölkerung, gezwungen, Schutz in Nachbarländern zu suchen.

Jugendschutz
Drogenbeauftragte: An jeder dritten Ecke Bier und Schnaps für Minderjährige

Mortler verweist auf Testkäufe in Berlin – „Kommunen müssen Jugendschutz gewährleisten“ Osnabrück (nex) – Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), hat die Kommunen aufgefordert, ihren Pflichten beim Jugendschutz endlich nachzukommen. „Dass Jugendlichen trotz klarster Regelungen im Jugendschutzgesetz an nahezu jeder dritten Ecke Bier und Schnaps verkauft wird, kann und darf einfach nicht sein“, sagte Mortler der Neuen Osnabrücker Zeitung. Zuvor hatten Testkäufe des Berliner Ordnungsamtes ergeben, dass in neun von zehn Fällen Minderjährige im Einzelhandel die verlangten Alkoholika erhielten. Dabei dürfen Wein und Bier erst an Kunden über 16 Jahre verkauft werden, bei Spirituosen liegt die Grenze bei 18 Jahren. Mortler will nun die Vertreter der kommunalen Spitzenverbände einladen und dieses Thema mit ihnen besprechen. Es gehe nicht darum, jungen Menschen den Spaß zu verderben, sondern deren Gesundheit zu schützen. „Das sollte uns alle Anstrengungen wert sein“, forderte die Drogenbeauftragte.

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"Zahltag - Ein Koffer voller Chancen"
TV-Experiment: Mit Heinz Buschkowsky raus aus Hartz IV

Köln (nex) – Ab 2017 bietet RTL in einem außergewöhnlichen TV-Experiment Sozialhilfeempfängern die Chance, sich mit einem Koffer voller Bargeld aus der Sozialhilfefalle zu befreien. Experte der neuen RTL-Doku-Reihe „Zahltag – Ein Koffer voller Chancen“ ist der Politiker und Bestseller-Autor Heinz Buschkowsky (68). Rund 25.000 Euro als finanzielle Sofort-Starthilfe stehen pro Familie bereit. Dafür können sich betroffene Familien auf www.RTL.de bewerben. Bei „Zahltag – Ein Koffer voller Chancen“ bekommen Langzeitarbeitslose und ihre Familien eine finanzielle Sofort-Starthilfe für ein Leben ohne Hartz IV. Für die Laufzeit des sechsmonatigen Experiments verdoppelt RTL die kompletten staatlichen Bezüge und zahlt sie auf einen Schlag in bar aus. Das wären bei einer vierköpfigen Durchschnittsfamilie abhängig vom Wohnort rund 25.000 Euro. Mit diesem Geld können die teilnehmenden Familien ihre eigene kleine Geschäftsidee umsetzen oder intensiv in Bewerbungsmaßnahmen investieren. Das Ziel ist es, dauerhaft die eigene Existenz zu sichern, ohne auf Kosten des Staates zu leben. Beraten werden die Teilnehmer dabei von einem Expertenteam. Als Kopf dieses Expertenteams konnten RTL und Endemol Shine Heinz Buschkowsky (68) gewinnen. Er hat in über 15 Jahren als Bezirksbürgermeister im Berliner Bezirk Neukölln etliche Hartz IV-Empfänger persönlich kennengelernt. Heinz Buschkowsky: „Ich freue mich auf ´Zahltag – Ein Koffer voller Chancen`. Wir werden mit meinem Gesicht keinen TV-Zoo veranstalten. Die Menschen sollen nicht vorgeführt oder verheizt werden. Sie sollen ihre Entscheidungen selbstständig fällen, um wieder zu lernen für sich selbst zu sorgen. Natürlich ist die Verlockung groß, das plötzlich vorhandene Bargeld für die langgehegten und bisher unerreichbaren Träume auszugeben. Aber wir werden ihnen Wege aufzeigen, wie sie geschickt in ihre eigenen Ideen investieren können, um mit ihren Mitteln ein dauerhaftes Einkommen zu schaffen…“ Und weiter: „Wenn es am Ende auch nur eine Familie schafft, dann bin ich sehr zufrieden, dass wir den Beweis erfolgreich angestellt haben, von der Gesellschaft längst ausgegliederte Menschen wieder dauerhaft in eine Beschäftigung einzugliedern, wenn man ihnen eine echte Motivation gibt.“ Mit seinen klaren, oft entwaffnenden Worten polarisiert er immer wieder in diversen Talkshows. Er glaubt aber auch fest daran, dass es in Deutschland Familien gibt, die wirklich raus aus der Sozialhilfefalle wollen, es aber aus eigener Kraft nicht schaffen. Für das TV-Experiment war er sofort Feuer und Flamme: Er sieht darin eine realistische Möglichkeit, perspektivlosen Menschen unter die Arme zu greifen, damit sie einen Ausweg aus dem Teufelskreis der Resignation finden. Heinz Buschkowsky ist ein echter Macher unter den Politikern und passt deshalb perfekt zu dem Projekt. Während seiner aktiven Amtszeit hat Heinz Buschkowsky durch großes persönliches Engagement Dinge ins Rollen gebracht und nachhaltig verändert. Als 2006 Lehrer aufgrund ihrer gewalttätigen Schüler die Schließung der Berliner Rütli-Schule forderten, löste er das Problem mit der Zusammenlegung zweier Schulen und dem Einsatz von Wachleuten. Dabei hatte er nie Scheu anzuecken und ungewöhnliche, drastische Wege zu gehen. Heinz Buschkowsky wird mit zwei weiteren Experten (werden zu gegebener Zeit bekannt gegeben) aus dem Bereich Start Up- und Unternehmensgründung am Auswahlverfahren für die Teilnehmer beteiligt sein. Gesucht werden Familien, die in die Sozialhilfefalle gerutscht sind und selbst schon lange versucht haben, wieder auf eigenen Beinen zu stehen. Motivation, psychische Verfassung und die persönliche Vision der Familien spielen dabei eine wichtige Rolle. Nur wer eine realistische Chance auf Erfolg hat, soll das Startkapital bekommen. Wie gut dieses Experiment funktionieren kann, haben bereits die Engländer bewiesen. Der britische Sender Channel 5 hat im vergangenen Frühjahr gemeinsam mit der Endemol Shine – Tochter Dragonfly in dem Primetime-Doku-Experiment „The Great British Benefits Handout“ drei Familien nachhaltig aus der Sozialhilfe befreit. Diese Teilnehmer leben heute nicht mehr auf Staatskosten. Produziert wird „Zahltag – Ein Koffer voller Chancen“ von Endemol Shine, im Auftrag von RTL. Die Ausstrahlung ist ab 2017 bei RTL geplant.

Ausland
Ägypten: Polizei beschlagnahmt österreichische Waffen für den IS

Dortmund (nex/dwn) – Die ägyptische Polizei hat einen Transport mit österreichischen Waffen an ISIS abgefangen. Das österreichische Außenministerium gibt jedoch an, in den vergangenen Jahren keinerlei Waffentransporte nach Ägypten genehmigt zu haben. Das ägyptische Innenministerium bestätigte vor einer Woche eine Nachricht, wonach eine Ladung mit Waffen, die in den Norden des Sinai geschmuggelt werden und zur Terror-Miliz IS gelangen sollte, von den Sicherheitsbehörden beschlagnahmt wurde. Das berichtet die ägyptische Online-Zeitung 24.
Die Ladung wurde über den Suez-Kanal in ein Fahrzeug geladen und sollte zu ISIS transportiert werden. Die Lieferung beinhaltete auch Munition und Teleskope. Zuvor hatte Brigadegeneral Mohammed Samir gemeldet, dass bei Gefechten zwischen Terroristen und der Armee zwölf Soldaten und 15 Terroristen getötet wurden. El Watan News berichtet mit Berufung auf das Innenministerium in Kairo, dass es sich bei den österreichischen Sturmgewehren um die Klasse Steyr AUG Kaliber: 5.56×45 mm handeln soll.
Hersteller dieser Gewehre ist der österreichische Waffenhersteller Steyr Mannlicher mit Sitz in Kleinraming. Im Jahr 2006 hatten die USA Sanktionen gegen das Unternehmen eingeführt, weil sie den Iran mit Waffen beliefert haben sollen, berichtet der Standard. Profil berichtet, dass sich auch in den Händen der syrischen „Rebellen“ Waffen von Steyr Mannlicher befinden sollen.
Ein Sprecher des österreichischen Innenministeriums sagte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten: „Für eine Herkunftsprüfung wären die individuellen Waffennummern erforderlich. Das österreichische Innenministerium ist nach geltender Rechtslage zuständig für Genehmigungen zur Ausfuhr von Kriegsmaterial. Eine solche Genehmigung wurde für Ägypten in den vergangenen Jahren nicht erteilt.“
 

Erschienen bei Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Militäroperation „Schutzschild Euphrat“
Syrien: Türkei besteht auf Rückzug des PKK-Ablegers PYD

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Ankara (nex) – Der türkische Verteidigungsminister hat am gestrigen Freitag erklärt, dass die Türkei auf den Rückzug der PKK/PYD auf das Ostufer des Euphrat bestehe. Nach Angaben einer Quelle aus dem türkischen Verteidigungsministerium sagte Isik während eines Treffens mit US-Verteidigungsminister Ash Carter: „Wir warten darauf, dass die PKK/PYD/YPG in Manbidsch sich wie versprochen auf das Ostufer des Euphrat zurückzieht“, und fügte hinzu: „Wir verstehen, dass die USA den Erfolg der Militäroperation [Schutzschild Euphrat] auf Rakka übertragen möchte. Die Terrorgruppe IS (Daesh) betrachtet die syrische Stadt Rakka als ihre „Hauptstadt“. Jedoch könne man sich, so Isik weiter, „auf Versprechen von Terrororganisationen nicht verlassen.“ Und was die PKK/PYD/YPG morgen tun werde, könne man nicht vorhersehen, warnte der türkische Verteidigungsminister. Die PKK und deren syrischer Ableger, die PYD, werden beide von der Türkei als Terrorgruppen eingestuft, wenn auch die USA und die EU nur die PKK als eine Terrororganisation betrachten. Die Türkei startete die Militäroperation Schutzschild Euphrat am 24. August mit dem Ziel der Verbesserung der Sicherheitslage, Unterstützung der Koalitionskräfte und Eliminierung der Terrorbedrohung entlang der türkischen Grenze, bei der mit Panzern, Artillerie und Kampfjets der Türkei unterstützte Kämpfer der Freien Syrischen Armee (FSA) zum Einsatz kamen.

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34 Millionen Euro für Krisenregion Mossul
Müller rechnet mit neuem Flüchtlingszustrom in die Türkei – „Es wird dramatisch“

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Entwicklungsminister: Deutschland stellt 34 Millionen Euro für Krisenregion Mossul zur Verfügung Osnabrück (nex) – Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) stellt angesichts der humanitären Krise in der umkämpften nordirakischen IS-Hochburg Mossul und Umgebung zusätzlich 34 Millionen Euro als Soforthilfe zur Verfügung. Davon würden Logistikzentren des Technischen Hilfswerkes (THW) im Nordirak finanziert, die Hilfsgüter verteilen, sagte Müller im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Es wird dramatisch“, sagte er mit Blick auf die humanitäre Lage. Deutschland helfe auch bei der Unterbringung der Flüchtlinge und bei der Gesundheitsversorgung. Es sei mit bis zu einer Million Menschen zu rechnen, die aus Mossul fliehen könnten. Dabei seien in dieser Region schon bis zu acht Millionen Menschen auf der Flucht, betonte der Entwicklungsminister. Der CSU-Politiker rechnet nicht mit einem schnellen Durchmarsch der irakischen Truppen und der raschen Überwältigung der IS-Terroristen in deren letzter Bastion Mossul. „Wir müssen uns auf monatelange Stellungskämpfe einrichten, und vor allem die Türkei dürfte wieder einen enormen Flüchtlingszustrom erleben.“ Müller unterstrich die Forderung nach einem UN-Flüchtlingsfonds, in den alle Länder in der Welt nach ihrer Leistungsfähigkeit einzahlen, „damit wir nicht Krise um Krise betteln gehen müssen“. 20 Milliarden Euro sind nach seinen Worten nötig, um weltweit die dringendsten Probleme zu lösen. Für Syrien und die umliegenden Länder bräuchten die Helfer acht Milliarden Euro, um dort ein Jahr lang das Überleben der Kriegsopfer zu sichern. Im Vergleich zu den weltweiten Rüstungsausgaben sei das „eine kleine Summe“.

Türkei
Antalya: Türkische Freitaucherin Sahika Ercümen bricht erneut Weltrekord

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Antalya (nex) – Die türkische Freitaucherin Sahika Ercümen, die weltweit zu den besten gehört, widmete am heutigen Samstag ihre neueste Rekordleistung den Todesopfern des vereitelten Putschversuchs vom 15 Juli. Ercümen brach beim Tieftauchen einen neuen Rekord in der Disziplin Variables Gewicht, Kategorie mit Flossen im Mittelmeer in Kas, einer Küstenstadt in der südtürkischen Provinz Antalya. Die 31-Jährige tauchte 110 Meter tief und hielt ihren Atem zwei Minuten und 40 Sekunden lang an. Nach dem Tauchen entfaltete sie eine Türkeiflagge und ein Banner, auf dem „Ein Atemzug, ein Herzschlag für unsere Märtyrer“ zu lesen war. „Wir würden gerne unserem Land nicht mit Terror und Putsch, sondern mit solchen internationalen Erfolgen einen Namen machen“, erklärte Ercümen den anwesenden Reportern. Auch über ihren offiziellen Twitter-Account sendete sie den Slogan: „Ein Atemzug, ein Herzschlag“. Dies ist seit 2013 der vierte Weltrekord der Freitaucherin Bei dem vereitelten Putschversuch wurden mindestens 241 Menschen getötet sowie fast 2.200 weitere verletzt. Die türkische Regierung beschuldigt die Anhänger Fetullah Gülens, des Anführers des Gülen-Netzwerks FETÖ, der im US-Bundesstaat Pennsylvania im selbstgewählten Exil lebt, den Staatsstreich durchgeführt zu haben.

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Türkei nach dem Putschversuch
Dutzende türkische Diplomaten beantragen Asyl in Deutschland

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Dortmund (nex)- Nach Angaben örtlicher Behörden am gestrigen Freitag haben Dutzende türkische Diplomaten, Militäroffiziere und ihre Familien Asyl in Deutschland beantragt. Das Bundesinnenministerium teilte mit, dass 35 Türken mit Diplomatenpässen offiziell um Asyl ersucht hätten. Die Antwort auf die parlamentarische Anfrage des Grünen-Abgeordneten Özcan Mutlu enthält keine Details über die Identität und Stellung der Personen sowie den Bearbeitungsstand der Asylanträge. Die Türkei hatte Diplomaten und Militärpersonal nach dem Putschversuch wegen des Verdachts auf eine Verbindung zum Gülen-Netzwerk FETÖ, das beschuldigt wird, den Putschversuch durchgeführt zu haben, abberufen. Der türkische Militärattaché in Berlin Ayhan Dagli sowie viele andere, die der Teilnahme am Staatsstreich verdächtigt werden, haben in europäischen Ländern Asyl beantragt. Zudem erklärte die Regierung, dass etwaige Auslieferungsersuchen der Türkei von den deutschen Oberlandesgerichten auf der Grundlage des Europäischen Auslieferungsabkommens entschieden werden würden. Das Bundesinnenministerium teilte weiter mit, dass Auslieferungsersuchen der Türkei von den Oberlandesgerichten von Fall zu Fall untersucht würden. Deutschland mit seinen etwa drei Millionen türkischstämmigen Einwohnern ist eines der Länder, in dem das vom in den USA lebenden Prediger Fetullah Gülen geführte FETÖ ein großes Netzwerk mit Dutzenden Privatschulen, Geschäften und Medienorganisationen betreibt. Mehrere wichtige Persönlichkeiten des FETÖ aus der Türkei, unter ihnen auch Staatsanwälte und Journalisten, sind vermutlich nach Deutschland geflohen. Im vergangenen Monat hatte die Türkei offiziell deutsche Behörden aufgefordert, zwei hochrangige Staatsanwälte, Zekeriya Öz und Celal Kara, ausfindig zu machen, festzunehmen und an die Türkei auszuliefern. Sie werden der Beteiligung an dem vereitelten Putschversuch verdächtigt. Des Weiteren spielten Öz und Kara nach Angaben der türkischen Behörden in einer Korruptionsaffäre im Jahr 2013 eine Schlüsselrolle, von der hochrangige Politiker betroffen waren. Später wurden sie der Fälschung von Beweisen als Teil des Staatsstreichs beschuldigt. In Deutschland ist das FETÖ nicht verboten, da nach Angaben der Behörden zu einem solchen Schritt die erforderlichen Beweise fehlten. Das FETÖ konzentriert sich in Deutschland auf den sogenannten interreligiösen Dialog mit der Botschaft eines gemäßigten Islams, worin viele jedoch einen Versuch, das Vertrauen der Medien und politischen Institutionen zu gewinnen, sehen.

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