Reisen
Marmaris Nationalpark: Meistbesuchtes Naturgebiet der Türkei

Marmaris (nex) – Nur eine halbe Stunde von der Küstenstadt Marmaris entfernt, in der westtürkischen Provinz Mugla, wurde der Marmaris Nationalpark mit seinen 1,6 Millionen Besuchern im vergangenen Jahr zum meistbesuchten Naturgebiet der Türkei gewählt. 2016 kamen etwa 17 Millionen suchten Einheimische und Ausländer die Naturschutzparks in der Türkei auf. Dem Ministerium für Forst- und Wasserwirtschaft zufolge waren das vier Millionen mehr als erwartet worden waren. Zu den drei am meisten besuchten Nationalparks gehörten der Soguksu Nationalpark in Ankara und der Uludag Nationalpark in Bursa mit etwa 1,4 Millionen Besuchern. Die meisten Nationalparks in der Türkei können Fünf-Sterne-Bewertungen auf der Touristikwebsite TripAdvisor vorweisen, die den eigenen Angaben auf ihrer Homepage zufolge Unterkünfte, Restaurants und Sehenswürdigkeiten auszeichnet, die durchgehend herausragende Bewertungen von Reisenden erhalten. Eine neue vom Ministerium für Forst- und Wasserwirtschaft entwickelte App spiele bei der steigenden Zahl der Besucher ebenfalls eine große Rolle, betonte Minister Veysel Eroglu. Die App bietet dem Nutzer alle Informationen über Routen, Eintrittsgebühren und das Wetter. Der Marmaris Nationalpark liegt inmitten der üppigen und unbelasteten Natur mit ihrer vielfältigen und reichhaltigen Flora und Fauna.

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Anstieg um 30 Prozent
Türkei: Bis 2019 jährlich über 226 Millionen Fluggäste

Ankara (nex) – Die Türkei erwartet bis 2019 jährlich mehr als 226 Millionen Fluggäste. Dies ist ein Anstieg um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die 174 Millionen Passagiere einschließlich der Transitpassagiere, die die Türkei im vergangenen Jahr empfing, soll den Berechnungen zufolge um 8,4 Prozent steigen und somit 188,6 Millionen erreichen, heißt es in einer Mitteilung der staatlichen türkischen Generaldirektion für den Flughafenbetrieb im Verkehrsministerium (DHMI). 2018 soll diese Zahl auf 205 Millionen steigen und 2019 dann nach den überprüften Daten der DHMI 226,6 Millionen erreichen. Der größte Zuwachs werde bei der Zahl der internationalen Fluggäste erwartet, die um 41 Prozent, also von 71 Millionen im vergangenen Jahr auf über 100 Millionen im Jahr 2019, steigen soll. Die Zahl der Passagiere im Inlandsverkehr soll in den kommenden drei Jahren ebenfalls um 22,8 Prozent zunehmen und somit 126,1 Millionen erreichen. Die Behörde erwartet bis zum Ende des Jahres eine Zunahme des Flugverkehrs einschließlich der Überflüge auf 1,95 Millionen – 2016 waren es 1,83 Millionen. 2018 sollen sie 2,13 Millionen und 2019 schließlich 2,3 Millionen betragen. Zum Luftfrachtverkehr des Landes lieferte die DHMI folgende Zahlen: Dieser soll 2019 auf über 4 Millionen Tonnen steigen, im vergangenen Jahr lag er bei 2,9 Millionen Tonnen.

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„Hayat Köprüsü“
Türkei: Angelina Jolie und Cristiano Ronaldo machen bei Flüchtlings-Serie mit

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Gaziantep (nex) – Der Trailer für eine türkische TV-Serie über eine syrische Familie, bei der Weltstars wie US-Schauspielerin Angelina Jolie und Profi-Fußballer Cristiano Ronaldo mitmachen, ist in der südtürkischen Provinz Gaziantep abgedreht worden. Dies teilte Medienberichten zufolge der Regisseur der Serie, die „Hayat Köprüsü“ – zu Deutsch: Lebensbrücke – heißen soll, mit. „Weltberühmte Persönlichkeiten werden nach Gaziantep kommen, um ihren Beitrag zu diesem Projekt zu leisten“, erklärte Eyüp Dirlik und fügte hinzu: „Wir haben mit einigen internationalen Hilfsorganisationen Gespräche geführt. Sie haben uns ihre Unterstützung des Projekts zugesagt. Sie werden nach Gaziantep kommen und uns helfen. Ronaldo und Jolie sind dabei nur zwei der Namen der am Vorhaben Beteiligten. Sie haben zwar Timing-Probleme, aber wir werden das hinbekommen.“ Sie hätten dem Projekt anfangs das Motto „Entweder bleibst du dort und stirbst oder du kommst her und überlebst“ gegeben. Mit den Aufnahmen würden sie Ende März beginnen, so der Regisseur weiter. Medienberichten zufolge soll „Hayat Köprüsü“ in der Türkei, im Nahen Osten und in Lateinamerika zu sehen sein. Die Oberbürgermeisterin von Gaziantep, Fatma Sahin, unterstütze ebenfalls das Projekt, so Dirlik weiter. „Die Türkei und Syrien stehen sich sehr nahe“, erklärte er. „Es gibt vieles, was sie gemeinsam haben. Wir konzentrieren uns in der TV-Serie auf eine syrische Familie. Es ist zwar ein Drama, aber nicht nur das – es geht um Liebe, um familiäre Beziehungen und den Kampf ums Überleben.“ Perihan Savas, eine der Grandes Dames des türkischen Kinos, spielt eine Hauptrolle in der Serie. „Die Flüchtlinge stellen momentan eine der größten Herausforderungen in unserem Land dar“, betonte die Schauspielerin und ergänzte: „Wir haben ihnen unsere Türen geöffnet, und wir möchten sie der ganzen Welt zeigen. Denn alle möchten etwas über ihr Leben erfahren. Dieses Projekt ist eine Lektion für die Menschheit.“

Kampf gegen Terror
Belgisches Gericht verurteilt türkische Links-Terroristin

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Brüssel (nex) – Ein belgisches Gericht hat am heutigen Montag eine Flüchtige mit türkischer Staatsangehörigkeit für in der Türkei begangene Verbrechen, darunter den Mord an zwei bekannten Geschäftsleuten und einer Sekretärin, in Abwesenheit verurteilt. Fehriye Erdal, die Mitglied der Terrorgruppe Revolutionäre Volksbefreiungspartei-Front (DHKP-C) ist, war im Jahr 2006 aus dem Hausarrest in Belgien geflohen und befindet sich noch immer auf freiem Fuß. Das Strafgericht in Brügge hat Erdal in Abwesenheit zu 15 Jahren Haft verurteilt. Obwohl sie bei der Verhandlung nicht anwesend gewesen war, hatte dasselbe Gericht im vergangenen Mai entschieden, dass Erdal wegen in der Türkei begangener Straftaten verurteilt werden solle. Der Terroristin wird der Mord am Vorstandsmitglied der Sabanci Holding, Özdemir Sabanci, dem Toyota Turkey-Geschäftsführer Haluk Görgün sowie an dessen Sekretärin Nilgün Hasefe vorgeworfen. Ankara fordert seit Langem Erdals Auslieferung. Sabanci, Görgün und Hasefe wurden am 9. Januar 1996 im Sabanci Center Istanbul erschossen. Erdal war Angestellte in dem Gebäudekomplex und wird verdächtigt, ihren Komplizen Zugang zu dem Center verschafft zu haben. Die Täter wurden als Erdal, Ismail Akkol und Mustafa Duyar identifiziert. Duyar wurde verhaftet und 1999 bei einem Gefängnisaufstand getötet. Erdal und Akkol konnten fliehen. Akkol wurde im Februar dieses Jahres wiedergefasst. Nach einem Brand in einem Gebäude im belgischen Knokke-Heist, wo Erdal wohnte, wurde sie wegen gefälschter Reisedokumente festgenommen. Nach einem Jahr Gefängnisaufenthalt wurde sie unter Hausarrest gestellt, konnte jedoch im März 2006 fliehen. Die belgischen Behörden hatten sich geweigert, Erdal während ihrer Haftzeit an die Türkei auszuliefern.

Reisen
Türkei: 17 Millionen Besucher in Nationalparks und Naturschutzgebieten

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Ankara (nex) – Der Marmaris Nationalpark liegt nur eine halbe Stunde von der Küstenstadt Marmaris in der westtürkischen Provinz Mugla entfernt. Mit seinen 1,6 Millionen Besuchern im vergangenen Jahr wurde er nun zum meistbesuchten Naturschutzgebiet der Türkei gekrönt. 2016 besuchten etwa 17 Millionen Einheimische und Ausländer die Nationalparks und Naturschutzgebiete der Türkei. Dem Ministerium für Forst- und Wasserwirtschaft zufolge waren das vier Millionen Erholungssuchende mehr als erwartet. Zu den drei am meisten aufgesuchten Naturschutzgebieten gehörten laut dem Ministerium neben dem Marmaris Nationalpark auch der Soguksu Nationalpark in Ankara und der Uludag Nationalpark in Bursa mit etwa 1,4 Millionen Besuchern. Die meisten Nationalparks in der Türkei können Fünf-Sterne-Bewertungen auf der Touristikwebsite TripAdvisor vorweisen, die den eigenen Angaben auf ihrer Homepage zufolge Unterkünfte, Restaurants und Sehenswürdigkeiten auszeichnet, die durchgehend herausragende Bewertungen von Reisenden erhalten. Eine neue vom Ministerium für Forst- und Wasserwirtschaft entwickelte App spiele bei der steigenden Zahl der Besucher ebenfalls eine große Rolle, betonte Ressortminister Veysel Eroglu. Die App biete dem Nutzer alle Informationen über Routen, Eintrittsgebühren und das Wetter. Eroglu wies darauf hin, dass zum besseren Schutz der Nationalparks mehr Investitionen getätigt würden. Der Marmaris Nationalpark liegt inmitten der üppigen und unbelasteten Natur mit ihrer vielfältigen und reichhaltigen Flora und Fauna. Er befindet sich in der Nähe der alten karischen Städte Physkos und Amos sowie der Cennet Adasi (Paradies-Insel). Der Nationalpark bietet neben Picknickplätzen für Familien auch Campinggelegenheiten und Reitausflüge. Mit ihrer reichhaltigen Flora wie Rotkiefern und Eichen sowie einer großen Vielfalt an Vögeln verfügt das von Bäumen umsäumte Naturschutzgebiet über eine wunderschöne Landschaft.

Türkei
Straßburg: PKK-nahe HDP kündigt Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte an

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Ankara (nex) – Die oppositionelle PKK-nahe Demokratische Partei der Völker (HDP) in der Türkei hat angekündigt, Beschwerde wegen der andauernden Haft ihrer beiden Parteivorsitzenden Selahattin Demirtas und Figen Yüksekdag beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) einzureichen. Medienberichten zufolge befinde sich nach einer Erklärung des Hauptquartiers der Partei eine Delegation aus HDP-Politikern am heutigen Sonntag und morgen in Straßburg, die von dem Europarat-Vertreter der Partei, Faik Yagizay, begleitet werde. Derzeit befinden sich 12 HDP-Abgeordnete, darunter auch Demirtas und Yüksekdag, in Untersuchungshaft. Demirtas wird die Leitung einer Terrororganisation, Betreibung von Terrorpropaganda und Anstiftung zum Rechtsbruch sowie Aufforderung zum Begehen von Straftaten vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft Diyarbakir fordert 142 Jahre Haftstrafe für ihn und 83 Jahre für Yüksekdag. Demirtas‘ erste Anhörung soll am 28. April stattfinden.  

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Worldwide Backgammon Federation
Türkei unter den Top-Ten-Backgammon-Nationen der Welt

Istanbul (nex) – Die Türkei gehört zu den Top-Ten-Backgammon-Nationen der Welt. Dies hat Medienberichten zufolge der Verbandssprecher der Worldwide Backgammon Federation (WBF) in der Türkei, Arda Findikoglu, mitgeteilt. Findikoglu habe das positive Feedback auf die Backgammon-Turniere, die in der Türkei stattgefunden hätten, hervorgehoben. Zudem hätten die türkischen Backgammon-Spieler durch Teilnahmen an Veranstaltungen im Ausland die Chance erhalten, Bekanntschaften mit Weltmeistern zu schließen. „Es gibt eine ernstzunehmende Entwicklung des Backgammons in der Türkei“, habe Findikoglu betont und hinzugefügt: „Die Türkei gehört zu den Top-Ten-Backgammon-Nationen der Welt. Dies bedeutet zwar nicht, dass es Tausende von Spielern gibt, dass aber mindestens 20 Spieler die Türkei bei internationalen Wettbewerben vertreten könnten.“ Die World Backgammon Championship findet jedes Jahr in Monte Carlo statt. 2015 wurde Cihangir Cetinel aus der Türkei Weltmeister. Backgammon zählt zu den ältesten Brettspielen der Welt, die eine Kombination aus Strategie- und Glücksspiel darstellt.

„Al-Asr-Aktion“
Türkei: Spielzeughändler startet Koran-Aktion für Kinder

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Konya (nex) – Der Besitzer eines Spielwarengeschäfts in der zentralanatolischen Stadt Konya belohnt Kinder unter elf Jahren mit Spielzeug aus dem Laden, die die Sure al-Asr, das 103. Kapitel im Koran, auf Arabisch und deren Übersetzung ins Türkische auswendig aufsagen können. Yahya Göktas nutzte die sozialen Medien zur Verbreitung seiner „Al-Asr-Aktion“, um die Kinder zu motivieren, das „Heilige Buch der Muslime“ besser zu verstehen. Der Nachrichtenagentur Anadolu hat Göktas erzählt, wie das Ganze anfing: „Eine Familie kam ins Geschäft, um den Kindern ein paar Spielsachen zu kaufen, überlegte es sich dann jedoch anders. Als ich sah, wie traurig das Kind darüber war, sagte ich zu ihm: ‚Ich werde dir jedes Spielzeug, das du dir wünschst, geben, wenn du die Sure al-Asr auf Arabisch und Türkisch auswendig lernst.‘ Das Kind kam dann am nächsten Tag wieder und holte sein Wunschspielzeug ab, nachdem er die Sure mit Übersetzung aufsagte. ‚Wirst du auch mir ein Spielzeug schenken, wenn ich sie auswendig lerne?‘, fragte mich sein Freund, was ich bejahte – und so begann die Aktion.“ Mit der Aktion wolle er die Kinder ermutigen, den Koran zu lesen und zu verstehen, so der Ladenbesitzer, der Glückwünsche und Dankesanrufe aus der ganzen Türkei erhalte. Das Angebot scheint anzukommen: Es weckt in den Kindern neues Interesse daran, den Koran zu lesen. „Die Eltern rufen uns an und sagen, dass ihre Kinder dank der Aktion von sich aus angefangen haben, den Koran zu lesen“, freut sich Göktas und verspricht: „Solange die Kinder kommen, wird die Aktion weitergehen.“

MPT-76
Made in Turkey: Türkische Armee bestellt 10.000 Sturmgewehre beim einheimischen Hersteller

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Ankara (nex) – Der Vertrag über die Massenfertigung des ersten in der Türkei entworfenen und hergestellten Sturmgewehrs ist nach einer Erklärung des Untersekretariats für Verteidigungsindustrie (SSM) vom vergangenen Freitag mit einem lokalen Unternehmen unterzeichnet worden. „Sarsilmaz Silah Sanayi wird im Rahmen des Sturmgewehrversorgungsprojekts 10.000 MPT-76 herstellen“, heißt es in der Erklärung. Vorrangiges Ziel während der Massenfertigungsphase sei, den Bedarf der türkischen Streitkräfte und Verbündeten der Türkei zu decken. Das MPT-76 soll das Standardgewehr G-3 in der türkischen Armee ersetzen, das vom deutschen Hersteller Heckler & Koch (HK) entwickelt wurde. Mit der Produktion soll die Abhängigkeit des Landes von ausländischen Herstellern reduziert und die Entwicklung weiterer Waffen gefördert werden. Die ersten 500 Sturmgewehre wurden bereits im Januar ausgeliefert. Das Milli Piyade Tüfegi (MPT)-76 – zu Deutsch „Nationales Infanteriegewehr“ – zeichnet sich durch eine effektive Schussreichweite von bis zu 600 Metern aus. Es kann 600 Schuss pro Minute mit einer Mündungsgeschwindigkeit von 800 Metern pro Sekunde abfeuern. Die MPT-76 gilt aktuell als das beste Sturmgewehr der Welt. Als bisher einziges Sturmgewehr hat die MPT-76 insgesamt 42 Nato- und weitere acht Tests bestanden. Sarsilmaz Silah Sanayi, ein bekannter türkischer Waffenhersteller, ist offizieller Pistolenlieferant der Polizei und Streitkräfte des Landes und ist ebenfalls als Subunternehmer in der Flugzeugindustrie tätig.

Kampf gegen den Terror
Kurdische Armee will PYD-Regierung in Syrien „brechen“

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Ankara (eurasia/nex) – Die Rückkehr der sogenannten Rojava-Peschmerga nach Syrien ist nahe, sagte Kommandeur der irakische Kurden-Kommandeur Aziz Wesi, der darauf hinwies, dass das Mitglied der US-geführten Anti-IS-Koalition Türkei die Peschmerga bei diesem entscheidenden Schritt unterstützt. Über die militärischen Kapazitäten sagte der Kommandeur:
„Die Rojava-Peschmerga bilden eine professionelle Militäreinheit, die erfolgreich an Kämpfen der internationalen Koalition gegen den IS und allgemeinen Terrorismus teilnahm.“
Quellen aus der Kurdischen Demokratischen Partei in Irak, kurz KDP, kritisierten die politischen Praktiken der PKK-nahen PYD-Partei in Nordsyrien scharf. welche sie als anti-demokratisch und autoritär skizzieren. Die PYD und ihr Militärarm YPG verhinderte im Januar die Etablierung der „Armee von Syriens Kurdistan Peschmerga“, die in Nordsyrien gegen den IS operieren möchte. Mitglieder des Kurdischen Nationalrates, kurz KNC, wird regelmäßig verboten, das Kurden-Gebiet unter Kontrolle der PYD zu betreten. Seit 2013 kommt es im Einflussgebiet der PYD immer wieder zu Massenverhaftungen von Oppositionellen. Die größte Oppositionsbewegung im mehrheitlich kurdisch besiedelten Rojava-Gebiet in Nordsyrien, die Kurdische Demokratische Partei von Syrien, kurz KDP-S, begrüßt die Stationierung von Peschmerga in Syrien, die sich derzeit im Irak aufhalten. Die ersten Einheiten sollen nach erfolgreichen Friedensgesprächen in der kasachischen Hauptstadt Astana, an denen die KDP-S teilnimmt, schon in der kommenden Woche entsandt werden. Der hochrangige Parteivertreter der KDP-S Kawa Azizi sagte Ende Januar gegenüber dem kurdischen Nachrichtenportal Rudaw, dass die komplette Verlegung bis Juni dieses Jahr umgesetzt werden kann. Er informierte:
„Im Moment haben wir rund 7,000 syrische Peschmerga. Darunter fallen weibliche und männliche Kämpfer, die nach Syrien verlegt werden, wenn die Ausbildung von weiteren 7,000 Kämpfern beendet ist.“
Eurasia News sprach mit dem Analysten für kurdische Fragen des renommierten britischen Royal United Services Institute for Defence and Security Studies Michael Stephens. Der Wissenschaftler warnte vor einer Eskalation, da sich die PYD von der KDP-S durch die Verlegung der Peschmerga herausgefordert fühlen wird. Er schätzt die tatsächliche Zahl der syrischen Peschmerga auf zwischen 3.000 und 6.000 Mann ein und sagte:
„Die PYD wird eine militärische Kraft in ihrem Einflussgebiet, auch wenn sie kurdisch ist, niemals akzeptieren. Die Integration eines rivalisierenden Sicherheitssystems wird zu massiven Problemen führen.“
Stephens fürchtet, dass die Entsendung in einem neuen kriegerischen Konflikt ausarten könnte und sagte:
„Ich glaube nicht, dass die USA einer großen militärischen Verlegung in das PYD-Gebiet zustimmen werden. Das wäre der Beginn eines weiteren Bürgerkrieges in Syrien. Die PYD würde kurzen Prozess mit den Peschmerga machen.“
Der deutsche Syrien-Analyst Ömer Özkizilcik bemerkte gegenüber Eurasia News, dass die Kampfstärke der Peschmerga in Syrien sekundär ist. Er sagte:
„Wenn die Peschmerga einrücken, wird die Einheit dem kurdischen Volk eine Alternative zum PKK-Ableger geben. Nicht wenige PYD/YPG-Mitglieder könnten im Ergebnis zur KDP-S und den Peschmerga überlaufen.“
In Bezug auf die Türkei erklärte der Analyst:
„Die Türkei möchte den kurdischen Faktor im Nahen Osten nicht mehr übersehen. Stattdessen sucht sie nach kurdischen Akteuren, die bereit sind, mit der Türkei zusammenzuarbeiten anders als die PKK sowie ihre Ableger. Diese sind nicht konzessionsbereit, vor allem wenn es um die staatliche Integrität der Türkei geht.“
Die Beziehungen zwischen der KDP-S und der PYD, die als syrische Ablegerpartei der türkischen PKK gilt, sind angespannt. Die KDP-S unterhält enge Beziehungen zur Autonomen Kurden-Region in Nordirak. Iraks Kurden-Präsident Barzani kommentierte im Januar, dass die Rojava-Peschmerga noch nicht nach Syrien entsandt wurden, um das Blutvergießen unter Kurden zu vermeiden. Er warnte, dass die Geduld der Kurden-Regierung ihre Grenzen hat.

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Erschienen bei unserem Kooperationspartner Eurasia News