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Grüne erwarten auch in Deutschland einen Kampf ums Wasser

"In einigen Regionen könnten aus einer zunehmenden Wasserknappheit und häufigen Dürren künftig Konflikte um die Nutzung vor allem oberflächennaher Wasserressourcen entstehen", sagte Bettina Hoffmann, Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion für Umweltpolitik.

(Foto: pixa)
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Grüne sagen Verteilungskampf ums Wasser voraus

Osnabrück – Die Grünen erwarten auch in Deutschland einen Kampf ums Wasser.

„In einigen Regionen könnten aus einer zunehmenden Wasserknappheit und häufigen Dürren künftig Konflikte um die Nutzung vor allem oberflächennaher Wasserressourcen entstehen“, sagte Bettina Hoffmann, Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion für Umweltpolitik, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ).

Sie zitierte damit Auskünfte des Bundesumweltministeriums. „Bereits heute ist die Grundwasserneubildung in Teilen Thüringens, Sachsen-Anhalts und Sachsens sowie Brandenburgs vergleichsweise niedrig“, heißt es unter anderem darin. Die starken Trockenperioden von 2018 und 2019 seien dabei noch nicht einmal berücksichtigt.

Laut Hoffmann werden bislang rund zwei Drittel des verbrauchten Wassers aus Oberflächengewässern entnommen – also Flüssen, Bächen und Seen. Die Grünen-Politikerin rechnet angesichts des Klimawandels aber mit erhöhtem Druck auf die Grundwasservorräte.

Umweltexpertin Hoffmann: Konfliktpotenzial in Niedersachsen

Konfliktpotenzial sieht die Umweltexpertin deshalb vor allem zwischen der Landwirtschaft und der öffentlichen Versorgung mit Trinkwasser, das zu 74 Prozent aus Grundwasser gewonnen wird.

„Derzeit werden rund drei Prozent der landwirtschaftlichen Flächen beregnet, die meisten davon liegen in Niedersachsen“, betonte die Abgeordnete.

Sie wies darauf hin, dass unter anderem der Landkreis Osnabrück schon bis zum 31. Oktober die Beregnung von privaten und öffentlichen Grünflächen eingeschränkt und Verbote ausgesprochen hat.